Warum ich fotografiere ...

Ich liebe das Licht und den Moment.

Klar schnapp ich mir die Kamera, weil ich Bock habe, etwas einzufangen, einen Moment, eine Location oder einen ganz besonderen Menschen. Aber sobald ich die Kamera einschalte und durch den Sucher blicke, ist es soviel mehr, als der einfache Spaß, die unbeschwerte Freude.
Ich bin kein einfacher Mensch. Das liegt vor allem daran, dass ich ne Menge erlebt habe. Ich wurde, wie die meisten von uns, auch enttäuscht, musste mit Verlust umgehen und ab und an fühle ich mich selbst nicht wohl mit meiner Umgebung, manchen Menschen, dem Job oder auch den eigenen Erinnerungen.
Aus diesem Grund ist bei der Vielzahl der Shootings die geballte Ladung Emotion an Bord und die findet, zumindest meistens, ihre Manifestation in meinen Bildern.

Serie "sadness" (2019)

Als mich der andere Job komplett aus der Bahn warf, wagte ich das Undenkbare. Ich bin wahrlich überhaupt nicht der Typ, der vor die Kamera will. Ich bewundere Menschen, die das tun und dabei eigentlich immer eine super tolle Figur machen. Ich jedenfalls bin nicht so. Aber für die Serie "sadness" (2019) tat ich es und fing die Momente ein, in denen mir alles unter den Füßen weg zu brechen drohte.
Klar war es schwierig in solchen Momenten Selbstportraits zu machen. Doch als die Bilder gemacht waren, erwuchs aus ihnen Freude. Zum einen war es Freude über ein paar wirklich gute Bilder, auch wenn ich darauf zu sehen bin, doch zum anderen war es ein wichtiger Schritt zur Akzeptanz. Mir gelang es zu akzeptieren, dass die Welt nicht immer nur Sonnenschein ist. Ich verstand aber auch, dass in den Schatten ebenso viel Potenzial liegen kann, wie im gleißenden Licht.

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